Am Sonntag, den 17.01.10 folgten wir der Einladung der Freien Nationalisten Weißenburg zu einer gemeinsamen Winterwanderung und machten uns gegen Mittag mit dem Zug auf den Weg.
Unterwegs stiegen auch noch unsere Schwabacher Kameraden zu, woraufhin es eine vergnügliche Fahrt wurde, da man nun neben den poltischen Aktivitäten auch einmal Gelegenheit hatte, einfach einen ausgelassenen Tag in vertrauter Runde zu verbringen.
In der alten Reichsstadt Weißenburg angekommen, wurden wir auch schon von den ortsansässigen Kameraden in Empfang genommen und bekamen zu aller erst eine Stadtführung durch die schöne Weißenburger Altstadt.

Als erste Station konnten wir das berühmte „Ellinger Tor“, das einzig noch erhaltene mittelalterliche Stadttor aus dem 14. Jahrhundert, bewundern.
Durch das Stadttor, über dem stolz das alte Reichswappen thront, ging es nun weiter durch die von mittelalterlichen Fachwerkhäusern geprägte Altstadt.

Vorbei am alten Rathaus aus dem Jahre 1470 gelangten wir nun zum „Kaiser-Ludwig-Brunnen“.

Von dort ging es nach einem kurzen Aufenthalt weiter durch einen Park, vorbei an der mittelalterlichen „Seeweihermauer“.

Hier legten wir an der Kriegsgedenkstätte des 2. Weltkrieges eine Schweigeminute ein.

Nach einer kurzen Pause ging es nun zu Weißenburg hinaus, mehrere Kilometer in einen Wald hinein. Durch Schnee und Matsch kämpften wir uns gemeinsam den steilen Pfad hinauf, bis wir endlich auch an der Kriegsgedenkstätte des 1. Weltkrieges und des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 angelangten.

Hier bewunderten wir in Ruhe die würdige Gedenkstätte, wie man sie heute leider nicht mehr oft findet.

Durch den Wald ging es nun wieder zurück auf einen Wanderweg, bis wir an einer fränkischen Gastwirtschaft angelangten, in der wir erst einmal einkehrten und uns alle für die weitere Strecke stärkten.
Nachdem alle satt waren, machten wir uns wieder auf den Weg. Nun ging es erneut mehrere Kilometer durch Feld und Flur und schlussendlich noch einmal einen steilen Berg durch den Wald hinauf.

Erschöpft kamen wir endlich auf der in 650 Metern gelegenen „Wülzburg“ an. Das alte Kloster wurde im Mittelalter zu einer imposanten Festung umgebaut, die auch heute noch gut erhalten ist.

Während des ersten Weltkrieges wurde die Festung als Kriegsgefangenenlager genutzt, in dem auch der spätere französische Präsident Charles de Gaulle bis zum Kriegsende inhaftiert war.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges diente die Wülzburg als Flüchtlingslager, das Massen an Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten als Zuflucht diente.

Nach einem Rundgang durch die Festung machten wir uns langsam wieder auf den Weg Richtung Bahnhof, doch machten zuvor noch einen kleinen Umweg, um auch noch das „Kastell Biriciana“ zu besichtigen, eine römische Befestigungsanlage aus dem Jahre 90.

Wieder am Bahnhof angekommen, verabschiedeten wir uns noch bei unseren Weißenburger Kameraden und traten erschöpft den Heimweg an.
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