In den Morgenstunden des 1. Mai 2010 trafen wir uns gemeinsam mit anderen Kameraden aus Franken, um gemeinsam zur 1.Mai-Demonstration nach Erfurt zu reisen.
Etwa gegen 11 Uhr in Erfurt angekommen, erwartete uns bereits die erste Überraschung, als auf dem Weg zum Treffpunkt an einer Straßenkreuzung eine Horde Linksextremisten unseren Bus umzingelte und am Weiterfahren hinderte.

Die ausreichend vorhandenen Polizeikräfte sahen sich offenbar nicht in der Lage, für die Weiterfahrt zu sorgen, bis einige Aktivisten die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen wollten und bei der Räumung bereitwillig Hilfe anbaten.

Nun konnte man plötzlich sehr schnell die Straßen räumen und unseren Bus über eine Nebenstraße weiter leiten.

Endlich am Treffpunkt angekommen und nachdem wir die üblichen Personalienkontrollen und Durchsuchungen hinter uns gebracht haben, konnten wir endlich zu den bereits eingetroffenen Kameraden gelangen.
Nach kurzer Zeit wurde Aufstellung genommen, woraufhin der Versammlungsleiter die Auflagen verlas und die angereisten Kameraden begrüßte.

Nun konnten wir endlich in Vierer-Reihen losmarschieren und zogen lautstark durch ein Wohnviertel, in dem sich die letzten verbliebenen Anwohner an die Fenster drängten. Für uns, die wir Nürnberger Zustände gewohnt sind, wo man gerne mal 1 Jahr auf eine freie Wohnung warten kann, war es ein geradezu grotesker Anblick, massenweise leer stehende Gebäude und verlassene Bauruinen zu sehen, an denen wir vorbei liefen. Ein überdeutliches Zeichen, dass das Demomotto „Arbeit statt Abwanderung“ für Erfurt treffend gewählt wurde.
Nach etwa 500 Metern wurde die Demonstrationsroute jedoch bereits von den angekarrten Krawallmachern blockiert, woraufhin wir augenblicklich von den USK-Kräften eingekesselt wurden. Eine halbe Stunde danach war die Polizeieinsatzleitung laut eigener Aussage noch immer nicht in der Lage, die Straße zu räumen, obwohl hunderte Polizisten, sowie mehrere Wasserwerfer inzwischen vor Ort waren.

Also sprach nun Udo Voigt zu den Versammlungsteilnehmern, der das untätige Verhalten der Polizeieinsatzleitung scharf kritisierte und die Einsatzkräfte daran erinnerte, dass sie eigentlich ganz froh sein müssten, dass sie heute hier bei uns und nicht etwa bei ihren Kollegen in Berlin sein dürfen, denen bei den linksextremistischen Maikrawallen jetzt schon die Steine um die Ohren fliegen würden.
Anschließend stellte der Versammlungsleiter der Polizei das Ultimatum, binnen der nächsten 10 Minuten die Straße frei zu machen und erinnerte daran, dass aus unseren Reihen diverse Personen das ansonsten gerne übernehmen würden.
Nachdem sich nach weiteren 10 Minuten noch immer nicht das Geringste getan hat, stürmten etwa 200 Demonstrationsteilnehmer auf die Gegendemonstranten zu, woraufhin die Polizeikräfte wahllos mit Schlagstöcken in die Menge einprügelten, mit Pfefferspray um sich sprühten und anschließend sogar noch auf wehrlos am Boden liegende Kameraden eintraten. Gleichzeitig kamen mehrere Wasserwerfer angefahren, die sich vor unseren Reihen positionierten.

Nach Erste-Hilfe-Leistungen für die verletzten Kameraden begannen die Verhandlungen zwischen dem Versammlungsleiter und der Polizeiführung, während Philipp Hasselbach die Wartezeit mit seiner Rede überbrückte und die Polizeiführung und ihre heutige Strategie mit deutlichen Worten angriff.

Nachdem etwa eine halbe Stunde später bekannt gegeben wurde, dass die Polizei die Strecke zur ursprünglich geplanten Zwischenkundgebung weder räumen, noch eine Ersatzroute frei machen wird, beendete der Versammlungsleiter die Demonstration vorzeitig, woraufhin die 400 Demonstrationsteilnehmer lautstark zurück zum Ausgangspunkt marschierten und die Heimreise antraten.
Doch wie man hörte, fanden kurz darauf noch mehrere Spontandemonstrationen in Thüringen statt, nachdem sich heimreisende Busgruppen entschlossen, ihrem Unmut über dieses System freien Lauf zu lassen!
Alles in allem hat sich wieder einmal gezeigt, dass eine angemeldete und genehmigte Demonstration in diesem System inzwischen keinen Pfifferling mehr wert ist, da in diesem Fall staatliche Stellen kurzerhand mit linksextremistischen Gewalttätern Hand in Hand arbeiten, um unser Versammlungsrecht mit Füßen zu treten, was sich in den letzten Monaten sowohl in Leipzig, als auch in Dresden gezeigt hat und wohl auch in Zukunft gängiges Mittel zur Unterdrückung der nationalen Opposition sein wird.
Letzte Kommentare